Reimund Neufeld
Leitung
Es lag nah, sich zusammen zu tun.
Mit Beendigung ihres Studiums an der Universität der Künste Berlin im Sommer 2007 steht meine Tochter Anika am Anfang ihres Berufslebens. Ich dagegen schaue auf meine letzten 25 Jahre Arbeitsleben zurück. Geprägt von sozialarbeiterischem Engagement habe ich meinen Beruf stets als Berufung angesehen. Geistig behinderte Menschen zu betreuen, sie in ihrem Alltagsleben zu begleiten, hat mich nachhaltig mit einem Gefühl innerer Zufriedenheit erfüllt. Ich habe viel von den Menschen gelernt, die ich betreute: den Sinn für das Einfache und besonders die Art dem Leben, die Leichtigkeit abzugewinnen. Leider haben sich die Bedingungen in meinem Berufsbereich so sehr verdichtet, dass ich meinem individuellen Anspruch von einer gestalterischen sozialarbeiterischen Tätigkeit irgendwann nicht mehr gerecht werden konnte.
Mit meiner Familie zusammen ein Künstlerhaus zu etablieren, heißt für mich, das soziale Leben, das kreative Leben, so wie es in meinem Beruf bisher gelebt wurde, in gewisser Weise fortzuführen. Ich möchte soziales Leben wieder mit kreativen und künstlerischen Elementen in Verbindung und Einklang bringen. Für jeden Künstler darf es darum heißen: die Chancen, die sich in unserem Künstlerhaus auftun, sind vielfältig und die Erfahrungen werden nachhaltig sein.
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